Stabilisierung, Unterstützung sowie Förderung der Teilhabe an der Gesellschaft und der Eigenständigkeit junger Geflüchteter können nur gewährleistet werden, wenn Fachkräfte mit ihren Fragen und Unsicherheiten nicht alleine gelassen werden. Denn Fachkräfte, die junge Geflüchtete unterstützen, sind besonders gefordert. Sie müssen sich in den unterschiedlichsten Bereichen und Rechtsgebieten sowie an deren Schnittstellen gut auskennen (Kinder- und Jugendhilferecht, Asyl- und Aufenthaltsrecht, (internationales) Familienrecht, Sozialrecht und EU- und Völkerrecht). Dies reicht von der Aufnahmesituation, der Gewährung und Ausgestaltung von Hilfen, der psychosozialen Unterstützung, der Frage der Bleibeperspektive bis zu den Problemen im Rahmen der Familienzusammenführung und des Familiennachzugs. Kontinuierliche rechtliche Neuerungen stellen eine zusätzliche Herausforderung für Fachkräfte und ehrenamtliche Unterstützungsstrukturen dar.

Im Rahmen des Projektes "Blick nach vorn - selbstbestimmt in die Zukunft. Perspektiven junger Flüchtlinge stärken!" hat es sich der Bundesfachverband umF zur Aufgabe gemacht, an diesen Schnittstellen zu informieren, zu beraten, zu unterstützen, gesetzgeberische Handlungsbedarfe zu identifizieren und die betroffenen Akteure zu vernetzen. Hierzu wird das Angebot der telefonischen und schriftlichen Beratung ausgebaut, Arbeitshilfen und Expertisen erstellt sowie Schulungen konzipiert und durchgeführt.

 

Einzelfallberatung - Wer kann sich an uns wenden?

Mit unserer Einzelfallberatung möchten wir alle Menschen unterstützen, die geflüchteten jungen Menschen, egal ob professionell oder ehrenamtlich, zur Seite stehen bzw. einen entsprechenden Beratungsbedarf haben, sowie selbstverständlich die geflüchteten jungen Menschen selbst. Dabei ist es unerheblich, ob der junge Mensch sich begleitet in Deutschland aufhält oder unbegleitet ist. Sie können sich an uns sowohl mit rechtlichen als auch mit pädagogischen Fragestellungen richten.

In dringenden Fällen bspw. bei akuter Abschiebegefahr oder einzuhaltenden Fristen, bitten wir Sie direkt mit Anwält/innen Kontakt aufzunehmen.

 

Welche Informationen benötigen wir?

Insbesondere für die Einzelfallberatung per E-Mail benötigen wir eine umfassende Beschreibung des Sachverhalts, damit wir Ihre Fragen verlässlich beantworten können. Dazu gehören u.a. Angaben zum Aufenthaltstitel, zum Verfahrensstand, zur Aufenthaltsdauer, zur Staatsangehörigkeit, zum Alter sowie ggf. zur Situation in der Jugendhilfe. Sofern erforderlich, benennen Sie bitte auch die beteiligten Akteur/innen, Gerichte und Behörden.

 

Kontakt und Erreichbarkeit

Das schriftliche Beratungsangebot des Bundesfachverbandes umF ist ab sofort unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. zu erreichen. Telefonisch erreichen Sie uns Dienstag von 10:00 - 12:00 Uhr und Donnerstag von 10:00 - 12:00 sowie von 14:00 - 16:00 Uhr.

 


Der Projektzeitraum ist August 2017 bis Juli 2019, die Projektverantwortlichen sind Nerea González Méndez de Vigo, Johanna Karpenstein und Franziska Schmidt. Das Projekt wird gefördert durch die Stiftung Deutsche Jugendmarke, die Deutsche Fernsehlotterie und die Freudenbergstiftung.

 

Logo_Freudenberg.jpg

   Logo_SDJM.jpg   Logo_Deutsche-Fernsehlotterie_Dt-Hilfswerk_web.jpg