Seit Januar 2015 führt der Bundesfachverband umF gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) und terre des hommes ein dreijähriges Projekt zur kindeswohlorientierten Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen durch Qualifizierung, Wissen und Netzwerkbildung (KIWA) durch. 

Die vorrangige Berücksichtigung des Kindeswohls ist ein zentraler Anspruch des Gemeinsamen Europäischen Aufnahmesystems (GEAS). Um dieses Ziel zu verwirklichen, soll das Projekt die Qualifizierung von Vormündern, Familienrichter_innen und Fachkräften der Jugendhilfe ermöglichen. Denn die komplexe Rechtslage führt zu großen Herausforderungen und einem steigenden Fortbildungsbedarf nicht nur bei der vormundschaftlichen Vertretung sowie der familiengerichtlichen Bestellung von Vormündern. Auch bei den Fachkräften in Jugendämtern und Einrichtungen gibt es erhebliche Unsicherheiten im Hinblick auf den Umgang mit unbegleiteten Minderjährigen. Besondere Probleme stellen sich hinsichtlich der Vorbereitung des Asylverfahrens, der Voraussetzungen an die Vormundschaftsbestellung, der Altersfestsetzung und der Zusammenarbeit der Akteure.

Um auf diesen Bedarf einzugehen, werden Schulungen und Tagungen konzipiert und durchgeführt und die Vernetzung und den Wissensaustausch durch Veranstaltungen und Veröffentlichungen gestärkt.
Die gewonnen Erkenntnisse werden auf den europarechtlichen Bereich „übersetzt" und entsprechend europaweit verbreitet.


Das Projekt findet im gesamten Bundesgebiet statt und hat eine Projektdauer von 1.1.2015 bis 31.12.2017. Projektverantwortliche sind Niels Espenhorst,Ulrike Schwarz und Tobias Klaus.

 

Tagungsdokumentationen & Arbeitshilfen

Regionaltagung zum Umverteilungsgesetz - Süd (BumF und DIJuF, 23.11.2015)

Regionaltagung zum Umverteilungsgesetz - Ost (BumF und DIJuF, 16.11.2015)

Regionaltagung zum Umverteilungsgesetz - Nord (BumF und DIJuF, 2.11.2015)

Arbeitshilfe zur Neuregelung des Bildungszugangs (BumF, 23.10.2015)

Arbeitshilfe zum Umverteilungsgesetz und der vorl. Inobhutnahme (BumF, 23.10.2015)

 

 

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Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU kofinanziert.