Seit 1998 setzt sich der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) für die Rechte von Jugendlichen ein, die ohne sorgeberechtigte Begleitung nach Deutschland kommen. Der BumF ist ein eingetragener Verein, der von einem dreiköpfigen Vorstand geleitet wird. In Berlin sitzt die Bundesgeschäftsstelle, in der unser Team tätig ist. Insgesamt besteht der Verband aus über 300 Mitgliedern, darunter ca. 90 Organisationen. Der BumF verfolgt dabei verschiedene, aber miteinander verknüpfte Ziele.

 

Verbesserung der Aufnahmesituation

Noch immer werden unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften ohne spezielle Betreuung untergebracht. Der Zugang zu Einrichtungen der Jugendhilfe wird ihnen zum Teil verwehrt. Eine bundesweit einheitliche altersspezifische Versorgung hat sich bislang - trotz geltender Gesetzeslage - nicht durchsetzen können. Wir setzten uns sich auf den verschiedenen politischen Ebenen für eine Verbesserung dieser Situation ein.

 

Gesellschaftliche Beteiligung

Junge Flüchtlinge durchlaufen einen schwierigen Prozess der Ankunft in Deutschland. Ihrer Integration werden große Hürden in den Weg gestellt. Trotzdem gelingt es vielen Jugendlichen an dieser Gesellschaft teilzuhaben, ihre Träume und Ziele zu verwirklichen. Wir unterstützen junge Flüchtlinge für ihre Anliegen einzutreten, ihre Stimme zu erheben – sei es im Rahmen von Fachtagungen, Kundgebungen, in unserer Geschäftsstelle oder in der Mitarbeit an Publikationen.

 

Vermittlung von Wissen – Fachtagungen und Schulungen

Die spezielle Situation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, ihre Bedürfnisse, ihre rechtliche Situation sowie der Zugang zu Schulen und Ausbildung verlangt, dass sich die beteiligten Fachkräfte kontinuierlich miteinander auseinandersetzen und über Erfahrungen und Erfolge in der alltäglichen Arbeit austauschen. Der BumF organisiert daher regelmäßig Fachtagungen zu verschiedenen Themen und versucht, das Wissen an alle Beteiligten weiterzugeben.

 

Vernetzung der Fachöffentlichkeit

Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen findet in der Regel auf der kommunalen Ebene statt. Hier gilt es, voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu unterstützen und Best-Practise-Modelle zu entwickeln. Wir haben ein Netzwerk geschaffen, welches Mitarbeitende aus der Flüchtlings- und Jugendarbeit, politisch Interessierte und Engagierte, Kinderrechtsorganisationen und kommunale Behörden zusammenbringt. Neueste Informationen, wichtige Anliegen und gemeinsame Veranstaltungen finden hier leicht ihren Weg in die ganze Bundesrepublik.

 

Politische Überzeugungsarbeit

Einige Politiker quer durch alle Parteien sind sich mittlerweile bewusst geworden, wie dringlich unserer Anliegen ist – aber leider sind sie noch in der Minderzahl. Darum bemühen wir uns aktiv darum, die Anliegen unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge immer wieder den beteiligten politischen Parteien nahe zu bringen. Nur so lassen sich wirksame Veränderungen der Gesetzeslage erzielen.

 

Positionen

Unsere Positionen zu einzelnen Themen finden Sie unter Publikationen/Stellungnahmen.

 

Hier finden Sie unseren Selbstdarstellungsflyer

 

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